Vorträge | Jahrbuch 2003

Nachwirkungen der Erfahrungen in der „völkischen Zeit“ auf die pädagogischen und politischen Haltungen in Fernheim (1)
Jakob Warkentin (2)

Einleitung

Reden und schreiben über die sogenannte völkische Zeit war lange Zeit in Fernheim verpönt, zeitweilig sogar verboten. Mittlerweile sind mehrere Publikationen erschienen, die jeden an Geschichte interessierten Leser über die Ereignisse dieser spannungsreichen Zeit ausreichend informieren. Einige dieser Veröffentlichungen seien hier genannt.

Als erstes ist das Manuskript von Johan Sjouke Postma zu nennen, das 1948 imAuftrag von Fritz Kliewer in Asunción verfasst und 1952 nochmals überarbeitet wurde. Das Manuskript basiert auf Kliewers Privatarchiv und war nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Ein Exemplar wurde allerdings Kornelius Krahn zur Aufbewahrung im Mennonitischen Archiv beim Bethel College übergeben mit der Auflage, es geheim zu halten. Krahn hielt sich jedoch nicht an diese Auflage und verkaufte später einige Exemplare an interessierte Personen. Diese Arbeit, die eine Menge Detailmaterial enthält, erhob keineswegs den Anspruch, eine wissenschaftlich ausgewogene Darstellung der damaligen Ereignisse zu sein.

1960 veröffentlichte Manfred Kossok einen Aufsatz über die „völkische Zeit“ in Fernheim in der „Zeitschrift für Geschichtswissenschaft“, die in der ehemaligen DDR herausgegeben wurde. Adalbert Goertz hatte in einem Literaturbericht in den „Mennonitischen Geschichtsblättern“ auf diesen Aufsatz aufmerksam gemacht hatte. Dieser Aufsatz mit dem Titel „Die Mennoniten-Siedlungen Paraguays in den Jahren 1935-1939 (Zur politischen Rolle der Auslandsdeutschen in Südamerika)“ fand seinerzeit bei den paraguayischen Mennoniten kaum Beachtung. Er war zwar einseitig und unter einem ganz spezifischen Blickwinkel geschrieben worden, quellenmäßig aber gut abgesichert.

1974 schrieb Gerhard Ratzlaff im Rahmen seines Geschichtsstudiums eine Magisterarbeit an der California State University in Fresno mit dem Thema „An Historical-Political Study of the Mennonites in Paraguay“. Ratzlaff hatte ausführliche Quellenstudien in den mennonitischen Archiven in Nordamerika betrieben und war um eine möglichst objektive Darstellung bemüht. Diese Arbeit sollte ebenfalls unter Verschluss bleiben und nur mit Erlaubnis des Autors oder des Professors, unter dessen Anleitung er die Arbeit verfasst hatte, eingesehen werden. Doch diese Bedingung wurde ebenfalls nicht eingehalten, so dass interessierte Personen diese unveröffentlichte Arbeit auf Wunsch einsehen konnten.

Eine weitere Magisterarbeit wurde 1985 von John D. Thiesen an der Wichita State University mit dem Titel: „A Case Study of National Socialism among foreign Germans: Paraguay, 1927-1944“ verfasst. Diese Arbeit stand interessierten Personen in vervielfältigter Form zur Verfügung.

Bereits 1979 hatte Hans (Juan) Neufeld ein Manuskript mit dem Titel „Affäre Dr. Fritz Kliewer in Fernheim – Wie es war“ angefertigt und mennonitischen Archiven in Nordamerika zur Aufbewahrung übergeben. Kopien dieser polemisch gehaltenen Verteidigungsschrift gerieten in Umlauf, noch ehe sie 1988 in Druck gegeben wurde.

In Fernheim war lange Zeit, sieht man von einigen Zeitungsartikeln ab, die zum Teil viel Staub aufwirbelten, diese dramatische Zeit verschwiegen und verdrängt worden. Ein erstes Anzeichen von Liberalisierung in dieser Angelegenheit trat ein, als 1990 der langjährige Oberschulze Heinrich Dürksen in seinen Lebenserinnerungen ein Kapitel mit dem Thema „Die völkische Bewegung in Fernheim“ veröffentlichte. Das war notwendig und mutig zugleich.

Damit war der Bann gebrochen. Im gleichen Jahr publizierte Peter P. Klassen das Buch: „Die deutsch-völkische Zeit in der Kolonie Fernheim 1933-1945“, das eine sehr ausführliche und objektive Darstellung der Ereignisse enthält, soweit das für einen Zeitgenossen im Rücblick möglich ist.

1992 veröffentlichte Peter Wiens in seiner „Geschichte der KfK in Fernheim“ ein kurzes Kapitel über die Folgen der deutsch-völkischen Zeit, das man sich gerne ausführlicher gewünscht hätte.

1995 behandelte ich die deutsch-völkische Zeit in Fernheim im Rahmen meiner Dissertation über die deutschsprachigen Siedlerschulen in Paraguay, die 1998 veröffentlicht wurde.

Die letzte ausführliche und sehr gut dokumtentierte Publikation über diese spannungsreiche Zeit in Fernheim hat John D. Thiesen mit seiner Doktorarbeit „Mennonite and Nazi. Attitudes Among Mennonite Colonists in Latin America, 1933-1945“ vorgelegt, die besser ist, als es der reißerische Titel verheißt.

Da nun eine Reihe von Publikationen über diese oft als mysteriös empfundene Zeitspanne erschienen sind, können wir, so meine ich, nun auf nüchterne Art und Weise über die Auswirkungen dieser dramatisch ablaufenden Erfahrungen jener Jahre sprechen und schreiben. Ich werde im Folgenden versuchen, unter einer sozialpsychologischen Fragestellung erste historisch begründete Antworten zu finden. Es geht mir also in meinen Ausführungen nicht darum darzustellen, wie alles gewesen ist, sondern darüber zu reflektieren, ob und inwieweit diese weitgehend unbewältigte Vergangenheit das Denken und Reden der Fernheimer Bürger gefangen hält. Ich will nicht im Einzelnen aufzeigen, welche nationalsozialistischen Elemente in Fernheim heute noch feststellbar sind, sondern wie die Erfahrungen der damaligen Zeit auf pädagogischem und politischem Gebiet in den letzten Jahrzehnten in dieser Kolonie eine Rolle gespielt haben und möglicherweise immer noch spielen.

Mancher Zuhörer mag sich nun fragen, wieso ich mir anmaße, über diese Dinge zu sprechen, obwohl ich weder in den Jahren vor 1945 noch in der unmittelbaren Zeit danach in Fernheim gewesen bin. Als Historiker weiß ich, dass Zeitzeugen bei der Rekonstruktion und Interpretation von Geschichte eine bedeutende Rolle spielen. Ebenso bin ich mir dessen bewusst, dass Zeitzeugen oft nur einen schmalen Ausschnitt von den Gesamtereignissen wahrgenommen haben und dass der unbeteiligte Historiker, der es im Laufe seines Studiums gelernt hat, sich in andere Orts- und Zeitverhältnisse zu versetzen, unter Rückgriff auf das verfügbare Material sich durchaus einen guten Einblick und Überblick über wichtige Zeitereignisse erarbeiten kann. Hermann Röhrs sagt, dass der interpretierende Historiker oft einen besseren Überblick als die Beteiligten selbst habe, da er „nicht mehr im unruhigen Strom, sondern bereits am sicher erhöhten Ufer stehe“, und fügt dann warnend hinzu, er werde „trotz des sachlichen Engagements und der persönlichen Teilhabe stets zurückfinden müssen in eine distanziert abwägende, objektive Form.“ Das habe ich mir bei der Erarbeitung dieser Thematik zu Herzen genommen.

Bei meinen Überlegungen und bei meiner Darstellung gehe ich von der Annahme aus, dass Fernheim sich seit den dreißiger Jahren in einem Rollenkonflikt befindet. Zunächst übernahm es die Rolle des „Musterschülers“, dann die Rolle des Versagers. Es sollte nun den Mut haben, so zu sein, wie es ist.

1. In der Rolle des „Musterschülers“

Die Fernheimer haben sich die Rolle des Musterschülers nicht ausgesucht. Sie wurde ihnen von außen aufgedrängt und schließlich fügten sie sich darin und fanden gelegentlich sogar Gefallen daran. Wer hat sie für diese Rolle ausgesucht? Da ist in erster Linie der liebe Gott zu nennen, das MCC sowie Deutschland durch seine verschiedenen Vertreter und schließlich das neue Vaterland Paraguay.

Die Fernheimer Siedler, die nach eigenem Verständnis durch Gottes Hilfe, aber auch durch den Einsatz der deutschen Regierung 1929 in Moskau vor der Deportation bewahrt worden waren und denen die Ausreise nach Deutschland ermöglicht wurde, fühlten sich stets zur Dankbarkeit gegenüber Gott und dem Deutschen Reich verpflichtet.(3) Noch heute wird der 25. November alljährlich als Tag der „Erinnerung an die Rettung aus der Sowjetunion“ in der ganzen Kolonie gefeiert. Diese zweifache Dankbarkeit führte aber auch zu einer doppelten Verpflichtung. Von Anfang an fühlten sich die Siedler wie auf einem Präsentierteller, wo sie sich gegenüber Gott als ihrem Vater und dem Deutschen Reich als ihrer Mutter zu bewähren hätten. Dieses Bewusstsein ihrer herausgehobenen Rolle im Chaco verlieh ihnen einerseits Mut und Durchsetzungskraft, hinderte sie aber andererseits daran, gelassen und kreativ in Konfliktfällen zu reagieren.

B. H. Unruh, selber Mennonit, der aus Russland stammte und sich als Für­sprecher bei den deutschen Behörden für die Fernheimer Siedler in besonderer Weise eingesetzt hatte(4), schrieb als ihr Betreuer und Ratgeber in der Ansied­lungszeit: „Bleiben Sie dessen immer ein­gedenk, dass das Auge der Welt, beson­ders auch der Deutschen, auf Sie gerichtet ist. Sollten Sie den Nachweis erbringen, dass im Chaco kolonisiert werden kann, so würde das auch für die Auswanderung aus Deutschland von unberechenbarer Bedeutung sein.“(5)

Die Anfangserfolge blieben dann auch der paraguayischen Regierung nicht verborgen. So lesen wir in einer vom paraguayischen Wirtschaftsministerium 1934 herausgegebenen Schrift:


Das MCC hatte in der Anfangszeit keine Einwendung dagegen, dass die Mennoniten in Fernheim sich immer mehr als Deutsche zu begreifen begannen. Als 1937 die späteren Friesländer die Kolonie verließen, schrieb G. G. Hiebert, der die Fernheimer bei der Ansiedlung betreut hatte:


Es ist schon erstaunlich, wenn ein früherer amerikanischer MCC-Verteter zu diesem Zeitpunkt solche Worte den Fernheimern schrieb, denn damals war Hitler bereits vier Jahre im Amt. H.S. Bender, der neben B.H. Unruh der Hauptverantwortliche für die Einwanderung der Fernheimer Mennoniten nach Paraguay war, hatte bereits auf der Welthilfskonferenz in Danzig 1930 bekannt: „Ich bin Amerikaner bis zu den Zähnen, ich bin kein Deutscher. Ich bin aber dafür, dass die neuen Mennoniten-Siedlungen deutsch sind und bleiben. Wir amerikanischen Mennoniten werden darauf hinarbeiten, dass diese neuen Ansiedlungen ganz und gar deutsch bleiben und sich weiter in dieser Richtung entwickeln.“(8)

Die Fernheimer hatten daher keinerlei Bedenken als sie bereits im Mai 1933 in Form einer Selbstdarstellung dem Führer des Deutschen Reiches Adolf Hitler eine Sympathiebekundung zukommen ließen, die sowohl von der Kolonieleitung als auch von der KfK unterzeichnet war. Man kann darüber spekulieren, welche Beweggründe letztlich dahinter steckten, auf jeden Fall diente sie dazu, sich beim Führer in ein gutes Licht zu setzen. Darin heißt es u.a.:



Dieses Dokument zeigte, dass man in Fernheim Adolf Hitler und seine Regierung als Garanten für den Erhalt des christlichen Glaubens, der Familie und des deut­schen Volkes sah. Man war überzeugt, dass nur eine starke Regierung dem Kom­munismus Paroli bieten könne. Deutsch­land, dem Mutterland, fühlte man sich emotional verbunden, doch rationale Gründe sprachen für das neue Vaterland Para­guay. Die Überbrückung der räumlichen Trennung vom „geliebten Mutterlande“ war offenbar nur möglich, indem man das eigene Schicksal als Pioniertat, auch für Deutschland, interpretierte. Mit Deutschland wollte man in ständiger Verbindung bleiben, und deutsche Tugenden und Werte sollten in Erziehung und Unterricht vermittelt werden.

Dieses in dem Dokument vermittelte Selbstbild wurde in der Folgezeit jedoch von auswärtigen Besuchern differenzierter gesehen bzw. ganz in Frage gestellt. Ein ausgewogenes und objektiv-wohlwollendes Urteil über die Mennoniten in Paraguay wurde von der deutschen Gesandtschaft in Asunción gefällt. In einem Schreiben an das Auswärtige Amt aus dem Jahre 1938 heißt es:


Keineswegs wohlwollend, sondern einseitig kritisch beurteilte hingegen Professor Wilhelmy die Bewohner Fernheims. Er machte ihnen zum Vorwurf, dass sie aufgrund ihrer Sonder­rechte einen Staat im Staate bildeten, in dem die Prediger und Schulzen regieren würden. Über ihre Einstellung zu Deutschland meinte er, Unter­schiede zwischen der Führungsschicht und der Bauernschaft feststellen zu können:


Dieser Bericht schlug ein wie eine Bombe, denn er stellte das Bild der Fernheimer, das sie der Reichsregierung übermittelt hatten, grundsätzlich in Frage. Sofort wurden Freunde und Helfer mobilisiert, um mit vereinten Kräften das Bild des deutschen „Musterschülers“ wieder herzustellen. In Deutschland schrieb F. Kliewer am 18.11.1937 einen aus­führlichen Brief an den Landesleiter des VDA Landesverbandes Weser-Ems, Studienrat Hoffmann, in Bremen, in dem er Wilhelmy Punkt für Punkt korrigierte oder Widerspruch einlegte. Über das Verhältnis von Mennonitentum und Deutschtum erklärte er: „Nach Auffassung des Chacosiedlers bedeutet Mennonit sein soviel wie Christ und Deutscher sein.“(12) Und über die Einstellung der Siedler zum Nationalsozialismus: „Wie überall in den auslanddeutschen Volksgruppen haben wir auch dort einige, die gleichgültig oder abwartend dem Nationalsozialismus gegenüberstehen. Es gibt auch Siedler, die ab und zu Opposition gegen die starke Betonung des Deutschtums und des Nationalsozialismus machen. Mit fliegenden Fahnen ist der mennonitische Bauer noch nie zu einer neuen Richtung übergegangen, ganz gleich, ob es sich um religiöse oder völkische Fragen handelte.(13) Ganz energisch wandte sich Kliewer gegen die Behauptung, dass Kolonieführer, Lehrer und Prediger es mit ihrer bekundeten Einstel­lung zum Deutschtum nicht ernst meinten, sondern sich aus reinem Nützlichkeits­denken diesen Anschein gäben.

In Fernheim wurde Wilhelmys Bericht auf der Kolonieversammlung in Filadelfia am 28.9.1937 gelesen und Punkt für Punkt diskutiert. Anschließend fasste man folgenden Beschluss:


Ganz anders als Wilhelmys Beurteilung war der Bericht des Propstes Marczynski, des ständigen Vertre­ters der Deutschen Evangelischen Kirche für die La-Plata-Staaten aus Buenos Aires. Er stellte das Selbstverständnis der Fernheimer wieder ins rechte Licht. Er war als „evangelischer Glaubensgenosse und als deutscher Volksgenosse“ zu den Fern­heimern gekommen. Ihn beeindruckte der wirtschaftliche Fortschritt, das Schulwe­sen und vor allem die völkische und kirchliche Geschlossenheit. „Ich kenne keine deutsche Kolonie in den La-Plata-Ländern, in der ein so ausgeprägter Gemein­schaftssinn wie bei den Mennoniten herrscht.“ Ihr Verhältnis zu Deutschland charakterisierte er mit den Worten: „Es gibt vielleicht keine auslanddeutsche Kolonie, die mit solcher Freude die national­sozialistische Revolution in Deutschland begrüßt hat wie die rußlanddeutschen Mennoniten.“ Gleichzeitig bescheinigte er ihnen aber auch, dass sie ein gutes Verhältnis zur paraguayischen Regierung und zum para­guayischen Volk hätten. Er sah, mit welchen wirtschaftlichen und klimatischen Schwierigkeiten die Siedler zu kämpfen hatten und dass es eine Reihe von Mennoniten gab, die am liebsten den paraguayischen Chaco wieder verlassen hätten.(15)

2. In der Rolle des Versagers

Gemeinschaftssinn und völkische und kirchliche Geschlossenheit, darauf waren die Fernheimer stolz und sie freuten sich, wenn das von Außenstehenden gesehen und gesagt wurde. Umso schmerzlicher musste es sie treffen, als beides während der völkischen Zeit grundsätzlich in Frage gestellt wurde. Zwei Ereignisse, die Gründung der Kolonie Friesland und der Kampf zwischen den „Völkischen“ und den „Wehrlosen“, führten zu traumatischen Erfahrungen, die tiefe Spuren hinterließen. Sie waren besonders schmerzlich, weil der Konflikt in der eigenen Gemeinschaft begründet war und die Konfrontation sich in den eigenen Reihen abspielte. Wäre der Spaltpilz von außen gekommen, hätte man ihn durch gemeinsame Abwehrmaßnahmen bekämpfen können. So aber blieb ein bitterer Nachgeschmack auf beiden Seiten, denn es gab letzlich keine Sieger, sondern allseits Versager, und diese Rolle passte nun ganz und gar nicht für „Musterschüler“. Was wird man von uns denken, diese Frage, die in den kommenden Jahren immer dann gestellt wurde, wenn es darum ging, Konfliktsituationen in der Öffentlichkeit zu bewältigen, wurde in der völkischen Zeit zu einer existenziellen Not. Denn die Geschehnisse konnten nicht geheim gehalten werden und die Außenwelt hielt mit ihrer Verwunderung und ihrer Kritik nicht hinterm Berg.

Beginnen wir mit der ersten heftigen Konfrontation zwischen den Fernheimer Bürgern. Sie begann damit, dass eine größere Gruppe von Siedlern nicht mehr bereit war, den Verbleib im Chaco trotz Dürre und Heuschrecken als Willen Gottes zu akzeptieren. Gerhard Isaak und Kornelius Langemann wurden bereits 1931 auf Landsuche nach Ostparaguay gesandt. Als sie zurückgekehrt waren und konkrete Lösungen vorschlugen, wurde Langemann, der sich besonders stark für die Abwanderung einsetzte, vom MCC-Vertreter G.G. Hiebert scharf kritisiert: „Niemand will den Chaco verlassen, nur Sie allein! Sie sind ein Rebell, ein Aufwiegler, ein Kommunist!“(16) Langemann fand dann auch kein Gehör bei der Mehrheit der Fernheimer, zumal es inzwischen geregnet hatte und die Stimmung umgeschlagen war. Vor allem auch deshalb, weil die „Abwanderung als Verlockung und Versuchung“ dargestellt wurde, wie Peter P. Klassen es dargestellt hat, denn es drohe dadurch die so hoch gehaltene mennonitische Gemeinschaft verloren zu gehen.

Doch der Spaltspilz wucherte weiter, da die „Abwanderer“ auf Verstandesgründen beharrten, während die anderen auf Gottes Hilfe vertrauten. Klassen schreibt: „Die ‘Aufwiegler’ waren da, und die Auswanderungsbewegung kam in Gang, seit 1935 in steigendem Maße. Sie nahm ideologische Formen an, indem die ‘Abwanderer’ Vernunftgründe ins Feld führten, an denen es nicht mangelte, und die ‘Bleibenden’ sich auf Gottes Führung und die von daher geforderten christlichen Tugenden beriefen.“(17)

Für die Abwanderer konnten die MCC-Vertreter kein Verständnis aufbringen. P.C. Hiebert, Verteter des MCC, urteilte: „Ein Geist der Unruhe, ein Widerwille gegen die allzustrenge und beschränkende Ordnungsverfassung in der Kolonie, ja gegen die bestehende zentralisierte Autorität hat sich am lautesten als Abwanderungsmotiv gezeigt. Solches ist wohl der Geist, der sich in der ganzen Welt in diesen Tagen kundgibt und am grellsten und schärfsten in dem russischen Kommunismus Ausdruck gefunden hat.“(18)

Wie konträr die unterschiedlichen ideologischen Auffassungen in der damaligen Zeit waren, zeigt das Urteil des Professors Wilhelmy, der nur in der Abwanderung eine Überlebensmöglichkeit für die Mennoniten im Chaco sah. Er schrieb 1938: „Die Gruppe der religiösen Fanatiker betrachtet die Auswanderungslustigen als Verräter der Sache Mennos, als ´Rebellen´, die in der Zerstreuung zwischen den anderen Deutschen oder Paraguayern ihr Mennonitentum schnell aufgeben werden.“(19)

In diesem Widerstreit der Meinungen standen die Fernheimer und kämpften um das nackte Überleben. Ein großer Schuldenberg lastete auf ihren Schultern und Heuschrecken und Dürre sorgten dafür, dass die Stimmung in der Bevölkerung immer düsterer wurde. Und aus Ferne mahnte Prof. Unruh, der mennonitische Übervater, dem sie doch so viel zu verdanken hatten und dem sie lieber Freude statt Kummer bereitet hätten. Er fragte angesichts der Trennung: „Warum lauft ihr auseinander? Gott hat euch doch gemeinsam gerettet...“(20)

Die Trennung konnte jedoch nicht mehr aufgehalten werden. 1937 wurde im östlichen Teil Paraguays von einem Drittel der damaligen Fernheimer Bevölkerung die Kolonie Friesland gegründet. Später fand eine Versöhnung zwischen den beiden Gruppierungen statt und sogar eine finanzielle Regelung wurde getroffen. Doch eine kritische Aufarbeitung dieser schmerzlichen Erfahrung fand nicht statt. Individuelle und kollektive Gefühle von Schuld und Versagen blieben bestehen.

Diese beiden unterschiedlichen Positionen in der Fernheimer Bevölkerung prallten wenig später noch heftiger aufeinander, als der Konflikt zwischen den sogenannten Völkischen, den Sympathisanten des Dritten Reiches, und den sogenannten Wehrlosen, den Gegnern von Nationalsozialismus und Rückkehr nach Deutschland, ausbrach. Austragungsort dieses Konflikts war vor allem die Schule.

Auf den ersten Blick hatte es den Anschein, als ginge es in dem Streit um die Schule um den Gegensatz von Kultur und Religion. Das war nur bedingt der Fall, denn der Konflikt spielte sich vornehmlich auf der politischen Ebene ab, d.h. das eigentliche Spannungsfeld erstreckte sich zwischen den beiden Polen Kulturpolitik und Gemeindepolitik. Auf der einen Seite versuchten die Sympathisanten des Na­tionalsozialismus eine Volkstumspolitik im Sinne der auswärtigen Kulturpolitik des Dritten Reiches in Fernheim zu verwirklichen, weshalb sie auch die „völkische Bewegung“ genannt wurde. Zu ihr gehörte ein großer Teil der Lehrer, unter­stützt von der Kolonieverwaltung, einem kleineren Teil der Prediger und einem großen Teil der Bürgerschaft. Auf der anderen Seite formierte sich die „antivölkische“ Gruppe, die von der Mehrheit der Prediger, einigen Lehrern sowie einem Teil der Gemeindeglieder und einem engagierten Teil der Elternschaft getragen wurde und im Laufe der Zeit verstärkte Unter­stützung durch das MCC von Nordamerika er­fuhr.

Kompliziert wurde die Austragung der objektiv bestehenden Differenzen zwischen den beiden Gruppen besonders dadurch, dass man auf der politischen Ebene agierte, Politik als solche aber ablehnte und infolgedessen keine adäquaten Mittel und Methoden zur Konfliktbewältigung hatte. Zwar verfügte man sowohl auf Ko­lonieebene als auch auf Gemeindeebene über wichtige demokratische Grundele­mente wie beispielsweise freie Wahlen, Mehrheitsbeschlüsse und reprä­sentative Stimmabgabe, doch es fehlte die organisierte Willensbildung und Interessen­vertre­tung, wie sie die Parteien im staatlichen Bereich wahrnehmen.

Zwei grundlegende Gegensätze bestimmten in dieser kritischen Zeit das Geschehen in Fernheim. Da gab es die Trennung zwischen den „Völkischen“ und den „Wehrlosen“, und die Trennung innerhalb der Brüdergemeinde. Keine dieser Gruppierungen konnte letzlich als Sieger hervorgehen. Die Völkischen waren bereit, den Chaco zu verlassen und nahmen notfalls auch in Kauf, dass sie in Deutschland zur Werhpflicht einberufen werden würden. Die Antivölkischen sahen ihre Bestimmung im Chaco und hielten auf jeden Fall am Prinzip der Wehrlosigkeit fest.

Bis zum Juli 1940 hatten sich bereits 210 Personen für die deutsche Einbürgerung entschieden, wie Legiehn an Unruh schrieb und dabei betonte, dass unter ihnen 160 Familienväter seien. Das war ein hoher Bevölkerungsanteil, denn Fernheim hatte zu der Zeit ins­gesamt 290 Familien, von denen inzwischen 8 Familien Reichsdeutsche waren. Im September desselben Jahres berichtete Kliewer, dass sich sogar 240 Personen ein­bürgern lassen wollten und der BDMP 232 Mitglieder zähle.(21)

Diese Entwicklung zugunsten der völkischen Bewegung in Fernheim beunruhigte das MCC in Nordamerika immer mehr. Denn eine Rückwanderung in dem genann­ten Ausmaße würde ein Scheitern ihres Siedlungsprojektes in Paraguay bedeuten und damit einen großen Prestige­verlust nach sich ziehen. Noch im August 1938 hatte Professor H. S. Bender, der im Auftrag des MCC die Mennonitensiedlungen in Brasilien und Paraguay besucht hatte, in Bezug auf die Kolonie Fernheim ge­schrieben, dass sie die bedeutendste und interessanteste Siedlung aller Mennoniten in Paraguay sei, da sie das große Wohltätigkeitsprojekt des MCC repräsentiere. Fernheim sei die bestorganisierte und geistlich gesundeste Kolonie in Paraguay, ja in ganz Südmerika.(22) In seinen Augen war Fernheim nicht nur ein „materieller Erfolg“, sondern auch in religiöser und kulturel­ler Hinsicht lobenswert.(23)

Im Juni 1940 schickte der Vorstand des MCC an alle Leiter der verschiedenen Or­ganisationen sowie an alle Bürger der Kolonie ein Schreiben, in dem er die Position des MCC angesichts der gespannten Situation in Fernheim darlegte. Ausführlich wurde dann zum Problemfeld Schule Stellung genommen, indem die Lehrer aufgefordert wurden, sich an die mennonitischen Prinzipien wie z.B. die Wehrlosigkeit zu halten und sich von der Politik fernzuhalten, denn sie seien Diener und nicht Führer der Kolonie.(24)

Zu einer Auseinandersetzung zwischen Befürwortern und Gegnern der völkischen Bewegung in Fernheim kam es auch in der Mennoniten-Brüder-Gemeinde, die ihre Glieder zu einer Beratung am 11. Mai 1944 im Dorf Lichtfelde eingeladen hatte. Die strittigen Punkte bezogen sich auf die Weiterführung der Zentral­schule sowie auf die künftige Führung der Gemeinde. Da der MCC-Direktor W. Smith dem Koloniekomitee in Fernheim den Vorschlag gemacht hatte, zwei vom MCC vermittelte mennonitische Lehrer aus Nordamerika für die Zentralschule an­zustellen, hatte Bernhard Wall diese Frage zur Beratung an die Gemeinden weiter­geleitet. Die Anhänger von Kliewer und Legiehn sprachen sich jedoch offen gegen eine solche Maßnahme aus, so dass die Frage zur Entscheidung an die Koloniever­sammlung überwiesen wurde. Auch in der Frage der zukünftigen Gemeindefüh­rung konnte man sich nicht einigen und beschloss, sich am 21. Mai 1944 nochmals in Filadelfia zu einer weiteren Beratung zu versammeln.(25) Schließlich kam es am 4. Juni 1944 zu einer Trennung der Gemeinde, indem man die beiden bisherigen Zweiggemeinden in zwei selbständige Gemeinden aufteilte, wobei sich in der einen Gemeinde die „völkischen“ und in der anderen die „wehrlosen“ Gemeindeglie­der versammelten. Erst 1947 konnten die beiden Gemeinden nach mühe­vollem Ein­satz des alten mennonitischen Predigers Benjamin B. Janz aus Kanada versöhnt und wieder vereinigt werden.(26)

Drei schmerzliche Trennungen hatten die Fernheimer Bürger erlebt und das Wohlwollen des MCC fast verscherzt. Dennoch konnte das MCC Fernheim nicht aufgeben, zuviel stand dabei auch für die eigene Organisation auf dem Spiel. Die hoch gehaltene Einheit war mehrfach zerbrochen worden und dies hatte gezeigt, dass auch die Musterkolonie Fernheim vor den Gefahren der Spaltung und Trennung nicht gefeit war. Man fühlte sich daher in mehrfacher Hinsicht als Versager und bemühte sich in der Folgezeit, die Einheit unter der Bürgerschaft und in den Gemeinden wieder herzustellen und reagierte schnell und scharf auf abweichende Meinungen und Gruppierungen.

Wie die KfK die Ereignisse in Fernheim seit 1933 interpretierte, konnte man in ih­rer Erklärung vom 11. September 1945 nachlesen, die Stellungnahme und Schuld­bekenntnis zugleich sein sollte:


3. Nachwirkungen der Erfahrungen aus der völkischen Zeit

Drei schmerzliche Auseinandersetzungen, die schließlich zu Trennungen führten, hatte die Kolonie Fernheim in den 30er und 40er Jahren erfahren. Diese kollektiven traumatischen Erlebnisse zeigten in der Folgezeit Nachwirkungen, die sich sowohl auf schulischer Ebene als auch im politischen Bereich äußerten. Ich kann an dieser Stelle nur einige Beispiele dafür anführen, will aber mit meinen Ausführungen dazu beitragen, diese Dinge bewusst zu machen, und dazu anregen, diese und neu auftauchende Konflikte offen und gelassen anzupacken und gemeinsam eine Lösung zu finden. Versagen ist allgemein menschlich und niemand ist davor geschützt. Versagen aber muss eingestanden und aufgearbeitet werden, so erst kann es überwunden werden.

Die entscheidende Weichenstellung für das künftige Schulwesen in der Kolonie Fernheim kam mit den neuen Richtlinien KfK-Richtlinien, die am 18. September 1945 diskutiert und angenommen wurden.(28) In diesen KfK-Richtlinien war nun nicht mehr von „deutsch-mennonitischer“, sondern von „christlich-mennonitischer“ Erziehung die Rede, und der Bezugspunkt war nicht mehr Deutschland, sondern eindeutig das neue Heimatland Paraguay. Die Bildung in den Schulen sollte nach der Vorstellung der KfK „auf der Grundlage positiver Auslegung der Heiligen Schrift“ beruhen und „in vollem Einklange mit dem mennonitischen Glaubensbekenntnis“ stehen. Durch das „Studium einschlägiger Literatur“ sollte dem Schüler eine „christliche Weltanschauung“ vermittelt werden. Betont werden sollten in Erziehung und Unterricht „die Grundsätze und Lehren des Friedens, einfache schlichte Lebensweise, Geradheit des Charakters, Heiligkeit der Ehe und des Heimes und Freiheit des Gewissens.“ Nach Auffassung der KfK sollten in diesen von „christlich-mennonitischen Grundsätzen“ geprägten Schulen „führende Kräfte für Gemeinde, Schule und bürgerliches Leben“ herangebildet werden. Das so gepflegte geistliche und kulturelle Erbe sollte aber nicht nur den Bürgern der eigenen Siedlung zugute kommen, sondern die Schule sollte eine „Anstalt sein, durch die das kulturelle Erbe unserer Väter und die geistigen Kräfte des Mennonitentums sich Segen spendend auf die sie umgebenden Volksgruppen auswirken.“(29)

Obwohl in der Einleitung dieses Dokumentes betont wurde, dass in Erziehungs- und Bildungsfragen „Gemeinde, Schule und [Kolonie-]Amt Hand in Hand gehen müßten“, wobei eine enge Zusammenarbeit anzustreben sei, ohne „dass ein Teil von den genannten drei herrschend über die anderen stehen sollte“, machte der Text selbstredend klar, dass die KfK angesichts der Krisensituation in Fernheim bean­spruchte, in Zukunft das Steuer der Bildungspolitik in die Hand zu nehmen. Damit war der „völkischen“ Bildungspolitik eindeutig eine Absage erteilt und den „christlich-mennonitischen“ Bildungsbestrebungen ein neuer Rahmen gegeben worden, der in Zukunft von Lehrern und Schülern zu beachten war.

Bestätigt wurden die Gemeinden durch B.B. Janz aus Kanada, der 1947 nach Fernheim gekommen war, um die Versöhnung zwi­schen den „Völkischen“ und „Wehrlosen“ herbeizuführen. Er sagte im Blick auf die Zukunft des Fernheimer Schulwesens: „Man sollte auf den Kurs in unserer Zentralschule achtgeben. Die KfK sollte als ein Institut dastehen, das bei der Anstellung der Lehrer in der Zentralschule bestimmend einwirken könnte und sollte. Die Prediger können sich schier totpredigen, wenn in der Zentralschule das Gegenteil gelehrt werde.“(30) Diese Formulierung erweckte den Eindruck, als ob die Zentralschule in der Gefahr stände, eine nichtchristliche Schule zu werden. Dabei hatte es nie zur Debatte gestanden, auch nicht während der „völkischen Zeit“, die christlich-mennonitischen Bildungsprinzipien aufzu­geben. Fritz Kliewer und die anderen Lehrer, die die „völkische Bewegung“ unter­stützten, hatten nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie nach wie vor überzeugte Mennoniten seien. Unterschiedliche Auf­fassungen gab es allerdings darüber, wie weit der Rahmen gespannt werden konnte, um noch als „christlich“ bzw. „mennonitisch“ gelten zu können. Lehrer und Siedler waren sich darin einig, dass die Schulen nach biblischen Maßstäben ge­führt werden sollten, doch unterschied man sich im Blick auf die Konsequenzen, die daraus für die Bereiche Politik, Kultur und Moral zu ziehen seien. Daher wurden in der Folgezeit der Schulrat und die Schulleiter der Zentralschule wiederholt von den Pre­digern und Eltern zur Rechenschaft gezogen, wenn tradierte Maßstäbe bedroht zu sein schienen.

Durch die Auslandaufenthalte einiger Lehrer sowie durch den Einfluss der verschiedenen Auslandslehrer herrschte in der Folgezeit unter der Fernheimer Lehrerschaft eine durchaus pluralistische Auffassung im Blick auf Erziehung und Bildung und ihre biblische Begründung. Auf der Abschlusskonferenz des Fernheimer Lehrervereins im Jahre 1990 stellte Peter P. Klassen in seinem Jahresbericht fest, dass es unter ihnen sowohl die „Pietisten“ und „Liberale“ als auch die „Charismatiker“ und „Funda­men­talisten“ gäbe, die alle davon überzeugt seien, für ihre Auffassung eine biblische Begründung zu haben. Das wäre so lange durchaus akzeptabel, als die Lehrer bereit seien, die Überzeugung der Kollegen zu respektieren. Gefährlich und damit im Erziehungsbereich unakzeptabel sei die Einstellung eines Lehrers al­lerdings dann, wenn er für seine Erkenntnis Absolutheitsanspruch erhebe und sie den Schülern als allein gültige Auffassung vermittle. Über solche Versuche hätten sich sowohl Eltern als auch Kollegen bei ihm schon beschwert.(31)

1993 referierte der Prediger und Lehrer Victor Wall auf einer Studienkonferenz der Menno­niten in Paraguay über das Thema „Grundlage für ein christliches Schulkon­zept“, in dem er u.a. der Schule folgenden Auftrag zuschrieb: „Eine christliche Schule darf nicht nur Selbstzweck sein. Sie weiß sich der Gemeinde und der Ge­sellschaft verpflichtet.“ Wie umfassend er die Verpflichtung des Lehrers der Ge­meinde gegenüber interpretierte, machte er in seinen Aus­führungen ebenfalls klar: „Alle christlichen Schulen werden von einer bestimmten theolo­gischen Ausrichtung geprägt. Für die Trägergemeinden ist es recht, wünschenswert und sinnvoll, dass die theologische Ausrichtung der gesamten Schulsituation dem Glaubensbekenntnis der Trägergemeinden entspricht. Gemeint ist hier nicht allein der Bibelunterricht, sondern die Erziehungsphilosophie, die Überzeugungen des Lehrers, Wissenschaft, musische Fächer, Schulatmosphäre und Disziplin.“(32)

Im Oktober 1993 stellte die KfK in Fernheim ihre „Erziehungsziele für die Schulen der Kolonie Fernheim“ zur Diskussion, die über den Erziehungsprozess in der Schule recht einseitige Grund­sätze enthalten, was bereits aus der Sichtweise von Schüler und Methode hervorgeht. Der Lernende wird dabei so gesehen: „Das Kind, der Sohn, der Jugendliche, sogar Erwach­sene müssen unterwiesen werden. Der Lernende kann sich immer auf die Unterweisung verlassen, weil Lehrer und Schü­ler beide Gott fürchten. Der Schüler wird als der zu Beleh­rende betrachtet.“(33) Hier wird wohl das Klassenzimmer mit dem Kirchenraum und das Lehrerpult mit der Kirchenkanzel verwechselt. Das zeigt auch die Aussage über die in der Schule an­zuwendende Methode: „Unterweisung, Beratung, die helfende Hand, Disziplin und Ermahnung sind die Methoden, damit der Lernende weise wird. (Kein Lernen ohne Unterweisung – keine Unterweisung ohne Lernen.“(34)

Es ist nicht verwunderlich, dass viele Lehrer in Fernheim mit diesen und anderen Vorstellungen dieser „Erziehungsziele“ nicht einverstanden waren. Den Versuch der KfK, die Lehrer dazu anzuhalten, auf der Grundlage dieser „Erziehungs­ziele“ eine detaillierte „Glaubens­ver­pflich­tung“ zu unterschreiben, wurde von Peter P. Klassen auf der mennonitischen Lehrerverbands­tagung im Februar 1994 so charak­terisiert: „Man kann es nicht anders deuten, als dass es hier um die Verabsolutierung einer ganz bestimmten Glaubensvorstellung und Bibelinterpretation geht, die auf die Schule übertragen werden soll.“(35) Klassen stellte dann die These auf: „Die Verabsolutierung des Glaubens auf schulischer Ebene ist der Tod der Schule und auch der Tod der Gemeinde“, und zwar aus folgenden Gründen: „Der Schulträger muß bereit sein, auf fachliche Qualität der Lehrer auch zu verzichten, wenn das er­ste Kriterium eine bestimmte Glaubensauffassung ist.“ Eine solche Einstellung ver­ursache aber auch das Ende der Gemeinde, denn, so Klassens Schlussfolgerung: „Wer will nicht dem Frömmigkeitsanspruch entsprechen, wenn es darum geht, eine Lehrerstelle zu bekommen? Je stärker und konse­quenter der Glaubensdruck, desto größer die Gefahr der Heuchelei, eine Gefahr, die in engen geschlossenen Glau­bensgemeinschaften ohnehin groß ist… Der Glaube muß Inflation erleiden und daran stirbt er.“(36)

Ein weiterer Versuch, von oben her mehr Einfluss auf die Schule zu nehmen, kam in der letzten Zeit von Seiten der Verwaltung. Durch das neue Schulstatut aus dem Jahre 2003 wurde ihr Einfluss wesentlich verstärkt. Es fällt auf, dass die Stellung des Schulrates sehr geschwächt worden ist, während der Einfluss der Verwaltung durch seinen zuständigen Vertreter erheblich an Einfluss gewonnen hat. Er und nicht der Schulrat ist der Sitzungsleiter des Bildungskomitees, er beruft die Sitzungen ein. Er ist in Verwaltungsfragen der direkte Ansprechpartner für den Direktor des Colegio und den Primarschulleiter. Der Schulrat hat hauptsächlich beratende Funktion im pädagogischen Bereich, die Lehreranstellung erfolgt jedoch durch den jeweiligen Schulleiter.(37)

Es fällt auf, dass sowohl die KfK als auch die Verwaltung durch ihre Reglementierungen versuchen, die Einheit von Kolonie, Gemeinde und Schule zu garantieren. Diese Einheit scheint ihrer Meinung nach aber nur dann gesichert zu sein, wenn sie von oben reglementiert wird. Wieso sie aber die Auffassung vertreten, dass Schule und Kultur in ihren Händen besser aufgehoben sind als in den Händen der Lehrerschaft und der Bildungsinstitutionen, ist nicht einzusehen. Die Frage, ob hier die Angst vor dem Auseinanderdriften der einzelnen Bereiche oder das Bedürfnis nach autoritärer Führung im Vordergrund steht, ist nicht leicht zu beantworten. Mehr Vertrauen von Seiten der Gemeinden und der Verwaltung zum Kultursektor der Kolonie würde meines Erachtens dessen Arbeit erleichtern und kreatives Denken und Handeln zur Entfaltung kommen lassen, was letzlich beiden Sektoren und damit der ganzen Gemeinschaft zu Gute kommen würde.

Die Angst vor der öffentlichen Auseinandersetzung und der Bildung verschiedener Gruppierungen innerhalb der Koloniegesellschaft scheint die Kolonieverwaltung zu veranlassen, die Meinungsbildung teilweise einzuschränken und bei abweichenden Meinungen rigoros zu reagieren. Hier ein paar Beispiele.

1969 forderten die Kolonieverwaltung und die KfK von Fernheim ein Schreibverbot zum Thema „Dr. Fritz Kliewer“, nachdem Abram Löwens Aufsatz „Ein kurzer Rückblick auf das Leben und Wirken von Dr. Fritz Kliewer“ zu Kontroversen innerhalb und außerhalb der Siedlung geführt hatte. In einem Schreiben an die Redaktion der „Mennonitischen Rundschau“ wandten sich die Vorsitzenden dieser beiden Institutionen mit folgendem Wortlaut:


Erst 20 Jahre später begann man damit, öffentlich die historischen Ereignisse aus den 30er und 40 Jahre in der Kolonie Fernheim zu beschreiben und zu analysieren. Den Anfang machte Heinrich Dürksen in seinen Lebenserinnerungen, der seinerzeit als Oberschulze das oben genannte Dokument unterzeichnet hatte.

Seit vielen Jahren gibt die Verwaltung der Kolonie Fernheim ein Informationsblatt heraus, das wertvolle Informationen über die Kooperative und Kolonie Fernheim enthält. Schade ist, dass dieses Blatt, das in jeden Fernheimer Haushalt geschickt wird, keine Stellungnahmen und Meinungsäußerungen der Bürger aufnimmt. Denn so wird die Meinungsbildung aus der Öffentlichkeit verbannt und in die Tererérunden verdrängt. Wollen Bürger öffentlich ihre abweichende Meinung bzw. kritische Stellungnahmen kundtun, so sind sie auf andere Medien angewiesen, so z. B. auf „Neues für Alle“.

So geschah es beispielsweise in dem nun folgenden Fall. Als eine Bauerngruppe die Kolonieverwaltung wegen der Aufbewahrung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte hart kritisierte und dabei die Meinungen in erregter Form vortrug, stießen sie auf wenig Verständnis und harten Widerstand. Die Auswirkungen dieser Auseinandersetzung veranlassten einen Bürger zu folgendem Kommentar in „Neues für Alle“: „Wie immer dem auch sei, ich habe den leisen Verdacht, dass diese unangenehme Differenz in unserer Kolonie in einen sinnlosen Machtkampf ausgeufert ist... Doch es fehlt an einer vorbildlichen Form, öffentlich und mit Verantwortung einer kritischen Gesellschaft gegenüber, freie und ohne Angst gekennzeichnete Meinungsverschiedenheiten äußern zu dürfen. Denn wie wollen wir dem Kern der Sache näher kommen, wenn wir es nicht einmal wagen dürfen, das zu sagen, was wir tief im Innern empfinden.“ Und er fragt dann: „Hat das hier etwa mit diktatorischen Formeln zu tun gehabt.“ (39)

Dieser Artikel wurde ebensowenig als hilfreich angesehen als die Einwände der oben genannten Bauerngruppe. In einem Leserbrief antwortete ein anderer Bürger ohne auf die eigentliche Problematik näher einzugehen und nahm die Oberschulzen und den Aufsichtsrat in Schutz, indem er auf ihre Frömmigkeit und Integrität hinwies.(40)

Würde das Informationsblatt gleichzeitig auch zu einem Diskussionsblatt für Bürger geöffnet werden, so könnte man meines Erachtens die Auseinandersetzung versachlichen und ggf. steuern durch zusätzliche sachliche Information an die Bürger. Die jetzige Situation ist auf die Dauer unbefriedigend, denn die Bürger wollen nicht nur informiert werden, sondern auch die eigene Meinung öffentlich äußern dürfen. Dabei könnte auch die Diskussionskultur gefördert werden. Manche Bürger wollen im Grund die Sache klären helfen, greifen aber in Ermangelung einer adäquaten Ausdrucksweise Personen an, wodurch andere Bürger sich wiederum herausgefordert fühlen, die Kolonieführung in Schutz zu nehmen. Das alles war bereits während der völkischen Zeit der Fall. Damals, ebenso wie heute fehlt eine geeignete Konfliktlösungsstrategie, die zu einer Versachlichung der Auseinandersetzung und damit zu einer schmerzloseren Lösung führen könnte.

Dass eine Konfliktlösung durch einen differenzierten Meinungsfindungsprozess möglich ist, zeigt das folgende Beispiel. Vor einigen Jahren stand die MBG-Filadelfia in einer schwierigen Konfliktsituation. Es ging um die Frage, ob die Gemeinde sich angesichts ihrer Größe teilen oder eine größere Kirche bauen sollte. Hinzu kam, dass eine Gruppe von Gemeindegliedern den Bau eines Daches für das Volleyballspiel verlangte. Die Lage war gespannt. Um zu einer Lösung zu kommen, wurde ein Ausschuss gebildet, der die Frage eingehend studieren und der Gemeinde präsentieren sollte, damit eine zufrieden stellende Lösung gefunden werden könnte. Dieser Aussschuss bemühte sich durch ein vielseitiges methodisches Vorgehen die Angelegenheit zu versachlichen und den Meinungsprozess langsam durchzuführen. Es wurden Podiums- und Plenumsdiskussionen durchgeführt, Mitglieder des Ausschusses präsentierten Lösungsvorschläge und deren Konsequenzen durch ein Rollenspiel, Informationen aus der Nachbarkolonie wurden eingeholt, Gemeindeglieder berichteten über Erfahrungen aus den Gemeinden in Nordamerika. Es war ein langsamer Erkenntnisprozess, der aber dann nach etwa zwei Jahren den Entscheidungsprozess wesentlich erleichterte und zu einer allseitig befriedigenden Lösung führte, die darin bestand, dass sich die Gemeinde teilte und alle Gemeindeglieder entscheiden konnten, zu welcher Gemeinde sie gehören wollten. Die Gemeinde war in diesen Prozess voll eingebunden und alle, ob einfaches Gemeindeglied oder Vorstandsmitglied, konnten ihren Beitrag leisten. Für manche Ausschussmitglieder gab es dabei neue Erfahrungen. Als ein ehemaliger Oberschulze eine Podiums- und Plenumsdiskussion leiten sollte mit dem Ziel, die Meinung der Gemeinde herauszufinden, bekannte er: Ich habe schon viele Koloniesitzungen geleitet, aber dort wusste ich immer, wo ich hinwollte, und hier soll sich die anzustrebende Zielsetzung erst aus der Diskussion ergeben.

Die Geschichte hat gezeigt, dass die Bürger der Kolonie Fernheim für die eigene Siedlung, aber auch für die anderen Kolonien Hervorragendes geleistet haben. Das trifft sowohl auf den Schulsektor als auch auf den Kooperativssektor zu. Die Erwartungshaltung von außen und der Erfolgsdruck von innen sowie die Angst vor dem Versagen haben sie jedoch in Rollen gedrängt, die sie in ihrer Flexibilität und Kreativität eingeschränkt haben. Die Scheu vor dem offenen Konflikt und der Mangel an Konfliktlösungsstrategien haben dazu geführt, dass die Verantwortlichen in Kolonie und Gemeinde oft überreagiert haben. Ich meine, mehr Gelassenheit und ein Bekenntnis zu ihrem Sosein, ohne auf ihre Rollenverpflichtung zu schielen, würde ihre Gesamtleistung erhöhen und nicht mindern.

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Benutzte Quellen und Literatur:
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  2. Dürksen, Heinrich: Daß du nicht vergessest der Geschichten, Lebenserinnerungen, Filadelfia, 1990.
  3. Klassen, Peter P.: Die Mennoniten in Paraguay, Bd. 1. Reich Gottes und Reich dieser Welt. 2. erweiterte und aktualisierte Auflage. Bolanden-Weierhof 2001.
  4. Klassen, Peter P.: Die deutsch-völkische Zeit in der Kolonie Fernheim, Chaco-Paraguay 1933-1945. Ein Beitrag zur Geschichte der auslandsdeutschen Mennoniten während des Dritten Reiches. Bolanden-Weierhof 1990.
  5. Komitee der Flüchtlinge (Hrsg.): Vor den Toren Moskaus oder: Gottes gnaedige Durchhilfe in einer schweren Zeit. Yarrow/B.C. (1960).
  6. Kossok, Manfred: Die Mennoniten-Siedlungen Paraguays in den Jahren 1935-1939. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. 8 (1960) 2, S. 367-376.
  7. Materialien aus dem Bundesarchiv Potsdam.
  8. Materialien aus dem Archiv Fernheim, Chaco Paraguay.
  9. Mennoblatt, Filadelfia, Fernheim, Chaco Paraguay.
  10. Ministerio de Economía: Las colonias Mennonitas en el Chaco Paraguayo. Asunción 1934.
  11. Neff, Christian (Hrsg.): Bericht über die Mennonitische Welt-Hilfs-Konferenz vom 31.8.- 3.9.1930 in Danzig. Karlsruhe o.J.
  12. Neues für Alle, Asunción, Paraguay.
  13. Neufeld, Hans (Juan): Affaire Dr. Fritz Kliewer in Fernheim 1940-1944. „Wie es war“, mit Anhang, Asunción 1988 und 1991.
  14. Postma, J. S.: Fernheim - fernes Heim? Maschr. Manuskript o.O. und o. J.
  15. Ratzlaff, Gerhard: An historical-political Study of the Mennonites in Paraguay. Maschr. Magisterabeit der California State University 1974.
  16. Ratzlaff, Gerhard (Hrg): Die Mennoniten in Paraguay, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Studienkonferenz der Mennoniten in Paraguay, Asunción 1993.
  17. Röhrs, Hermann: Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft. Stuttgart-Berlin-Köln-Mainz 1968.
  18. Thiesen, John D.: The Mennonite Encounter with National Socialism in Latin America, 1933-1944. Maschr. Magisterarbeit der Wichita State University 1990.
  19. Thiesen, John D.: Mennonite and Nazi. Attitudes among Mennonite Colonists in Latin America, 1933-1945. Wichita, 1998.
  20. Unruh, Benjamin Heinrich: Fügung und Führung im mennonitischen Welthilfswerk 1920-1933. Humanität in christlicher Sicht. Schriftenreihe des Mennonitischen Geschichtsvereins Nr. 8. Karlsruhe 1966.
  21. Warkentin, Jakob: Die deutschsprachigen Siedlerschulen in Paraguay im Spannungsfeld staatlicher Kultur- und Entwicklungspolitik, Münster-New York-München-Berlin 1998.
  22. Wiens, Hans: „... Dass die Heiden Miterben seien.“ Die Geschichte der Indianermission im paraguayischen Chaco. o.O. 1989.
  23. Wiens, Peter: Die KfK Fernheim, ein geschichtlicher Überblick 1931-1991. Asunción 1992.
Fussnoten:
Überarbeitete Fassung des Votrags auf dem Symposium am 22.5.2004
Pädagoge und Schulrat in der Kolonie Neuland.
Über die Situation der Flüchtlinge in Moskau und ihre Ausreise nach Deutschland wird ausführlich berichtet in Komitee der Flüchtlinge [1960].
Vgl. hierzu Unruh 1966.
B. H. Unruh am 7.10.1931 an die Kolonie Fernheim. (Archiv Fernheim (AF)).
Vorbemerkung in Las Colonias Mennonitas 1934.
Mennoblatt Nr. 7, Juli 1937, S. 4.
Welthilfskonferenz 1930, S. 137
Zitiert nach Mbl 4 (1933) 6, S. 2.
Akten des AA im Archiv Fernheim, Bericht des deutschen Gesandten Büsing an das AA vom 20.6. 1938.
BA Potsdam 09.01.AA 69558, B. 77 f.
BA Potsdam 09.01.AA 69558, Bl. 59.
Ebd., Bl. 60.
Prot. der Kolonieversammlung am 28.9.1937. A Fernheim.
BA Potsdam 09.01.AA 69558. Bericht, der nicht für die Presse bestimmt war, v. Nov. 1935.
Bericht von C. Langemann und G. Isaak, Unsere Reise durch Paraguay, Mappe im Archiv der Kol. Fernheim, S. 10.
Klassen, Peter P.: Die Mennoniten in Paraguay (2001) , Bd. 1. S. 127 f.
Ebd., S. 129.
Ebd.
Ebd., S. 137
Prot. der Jahressitzung des BDMP vom 20.9.1940.
Bender 1939, S. 67.
Ebd., S. 70.
Ebd.
Bericht über die „Bruder-Beratung im Dorfe Lichtfelde„ am 11.5.1944, vorhanden in IX-6-3 Mennonite Central Committee, CPS and other Correspondence, 1940-45, File 19.
Klassen, P. P. 1990, S. 131 f.
Zit. nach Klassen, P. P. 1990, S. 131.
Die Richtlinien der KfK über „Zweck und Aufgabe der Fernheimer Schule“ sind abgedruckt in Wiens, P. 1992, S. 43 ff. Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Überlegungen, die bereits 1993 in einem Vortrag geäußert wurden, veröffentlicht in Studienkonferenz der Mennoniten 1993.
1932 hatte der Missionsbund „Licht den Indianern“ eine Missionsarbeit unter den Indianern im Chaco begonnen, die nun weiter ausgebaut werden sollte. Siehe hierzu Wiens, H. 1989.
Zit. nach Wiens, P. 1992, S. 42.
Jahresbericht von Peter P. Klassen auf der Abschlusskonferenz des Fernheimer Lehrervereins am 9.11.1990. A Fernheim.
Referat von Victor Wall, gehalten am 3.2.1993, veröffentlicht in Studienkonferenz der Mennoniten 1993, S. 60 ff., Zitate S. 74 f.
Erziehungsziele der KfK vom Oktober 1993, S. 7 der maschr. Fassung.
Ebd.
Das Redemanuskript, auf das hier Bezug genommen wird, wurde mir freundlicherweise von Peter P. Klassen zur Verfügung gestellt.
Ebd.
Schulstatut vom 1.4.2003.
Kopie des Briefes im Archiv Fernheim.
Neues für Alle vom 11. Januar 2002
Neues für Alle vom 8. Februar 2003