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Asociación Esperanza Chaqueña

Durch die Radioprogramme von >Radio ZP-30 und die Hausbesuche der Missionare haben viele Hörer im Chaco Interesse an geistlichem und sozialem Wachstum entwickelt. Dieses Interesse äußert sich auch in der Bereitschaft, die eigene Lebensweise zu ändern und verantwortlicher für sich und andere zu handeln. Die Missionare von ZP-30 kamen dadurch vermehrt in die Situation, praktische Nächstenliebe und >Nachbarschaftshilfe leisten zu müssen. Viele Personen haben diese Arbeit tatkräftig unterstützt. Das erforderte aber zusätzlich immer mehr an Zeit, Mittel und Arbeit.
Über die Jahre haben Menschen nicht nur durch ZP-30, sondern auch privat an verschiedenen Orten praktische Hilfe geleistet, und >Kolonien und Gemeinden unterstützen Hilfswerke und -aktionen. ASECH möchte die Nachbarschaftshilfe im ganzen >Chaco in einer systematischen, übersichtlichen und umfassenden Weise koordinieren, fördern und ausbauen. Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit und zwischen Privat- und Regierungsinstanzen. Spenden werden im In- und Ausland gesucht, gebucht und verständlich und nachprüfbar verwaltet.
Die Grundlage für diese Zusammenarbeit ist die Beteiligung vieler Berater und Mitarbeiter auf freiwilliger Basis als Hilfe zur Selbsthilfe. Der Verein bietet keine Projekte von “Außen” an, sondern unterstützt Initiativen, die von den Menschen selbst vorgeschlagen und geplant werden, nach dem Prinzip: Niemandem etwas schenken, für alles soll eine Gegenleistung erwartet werden.
Verdoppelungen, Wetteifer und gegenseitigem Übervorteilen wird möglichst vorgebeugt, aber mit anderen Gruppen oder Organisationen wird zusammen gearbeitet, wenn dies von den Hauptverantwortlichen beiderseits zufrieden stellend abgeklärt werden kann.
Entsprechend den Erfahrungen, die gemacht werden, sollen jeweils Arbeitsweise und Strategie definiert werden, eingebunden in einen ständigen Lernprozess. In den verschiedenen Chacoortschaften werden Kontaktpersonen angeworben und vor Ort Verwaltungskomitees und Freundeskreise gebildet, angeleitet und begleitet.
ASECH denkt in erster Linie an die Bewohner der Ortschaften, die aus Mangel an Gesundheitsfürsorge, Schulungsmöglichkeiten für Kinder, menschenwürdiger Arbeit und Überlebenschancen in die schon überfüllten Entwicklungszentren des zentralen Chaco kommen. Sie sollen an ihrem eigenen Wohnort menschenwürdig leben können, indem man ihnen hilft, verantwortlich und kreativ mit sich, dem Nächsten, der Umwelt und Gott zu leben.
Weltweit setzt sich heute immer mehr die Überzeugung durch, dass Entwicklungshilfe nur dann sinnvoll und nachhaltig ist, wenn sie sich auf vertrauensvolle und langfristige Beziehungen gründet. Die Erfahrung zeigt, dass auch Menschen, die keine höhere Ausbildung erhalten haben, eine hervorragende Beratungs- und Aufbauarbeit in verschiedenen Lebensbereichen leisten können. ASECH möchte allen beratend zur Seite stehen und all diejenigen unterstützen, die sich persönlich für das Wohl der Chacogemeinschaft einsetzen.
Der Verein hat in >Filadelfia ein Verwaltungsgebäude, in dessen Räumlichkeiten sich auch der “Tabealaden” befindet, der von den Frauenvereinen der Gemeinden Fernheims verwaltet wird und zur Unterstützung der Frauen- und Kinderarbeit der ASCIM dient. Auch bietet >Programa Visión für unbemittelte Sehbehinderte aus dem >Chaco Sprechstunden an. Andere Unterstützer stellen dem Verein Traktoren und Ackergeräte zur Verfügung oder spenden Fleisch und Lebensmittel für Schulungskurse und Beratungsprogramme.
Ein Koordinator ist vollzeitig angestellt worden und eine Sekretärin und ein Computerexperte für Kommunikation und Information halbzeitig. Der Verein wird von einem Komitee verwaltet, das aus Vertretern der Chacokolonien besteht.
Uwe S. Friesen
Heinz Ratzlaff: Menno Aktuell 7 (2004) 93, S.15.

   
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