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Carayá

Carayá, eigentlich Cazique Carayá, ist der Name eines kleinen militärischen Stützkunktes, >Fortín genannt, in der Nähe des Fernheimer Dorfes Friedensfeld, der während des >Chacokrieges eine Rolle spielte. Er wurde 1928 von einer bolivianischen Einheit als weit vorgeschobener Posten unter dem Namen Huijhay gegründet. 1930 nahm eine paraguayische Einheit diesen bolivianischen Vorposten im Handstreich und nannte ihn nach einem Häuptling der Lenguas, die hier wohnten, Cazique Carayá. Als Bolivien 1932 in einer Offensive mehrere paraguayische Fortins, unter anderen >Boquerón, besetzte, nahmen sie auch Carayá wieder in Besitz. Im Zusammenhang mit der großen Schlacht um Boquerón wurde auch Carayá wieder von Paraguay zurückerobert.
Heute ist das Gelände im Besitz der Kolonie >Fernheim. Dort liegen einige Viehstationen, die auch den Namen Carayá tragen.
Peter P. Klassen
Sindulfo Barreto: Por qué no pasaron. Asunción, 1969; Alberto T. Taborga: Boquerón: Diario de Campaña. La Paz, 1970.

   
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