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Menno-Gedenktag

Der 25. Juni ist das Datum, das die >Kolonie >Menno als Gedenktag an die Gründung der Siedlung im paraguayischen Chaco feiert. Die mennonitischen Einwanderer aus Kanada kamen in sieben Gruppen zwischen Dezember 1926 und November 1927 nach Paraguay, um im >Chaco eine neue Siedlung zu gründen. Sie mussten jedoch mehr als ein Jahr warten, bis das versprochene Siedlungsland vermessen war. In dieser Zeit starben in >Puerto Casado und in den >Siedlerlagern im Chacoinnern 171 Pioniere.
Die ersten Jahrzehnte hat man keinen offiziellen Gedenktag gefeiert. Erst als man im Jahre 1977 das fünfzigste Bestehen feiern wollte, machte man sich auch Gedanken darüber, an welchem Tag gefeiert werden sollte. Verwaltung und Gemeinde entschlossen sich, in der Jahresmitte einen Tag zu organisieren, wo die Feier stattfinden sollte. Geplant war der 24. Juni 1977. Da das Wetter jedoch ungünstig war und es am Vortag regnete, wurde die Feier auf den 25. Juni verlegt. Zu der Feier kamen Tausende von Leuten aus Menno, aus den Nachbarkolonien und auch aus anderen Orten. Ehrengast war der damalige Staatspräsident Alfredo Stroessner.
Nach der Jubiläumsfeier setzte sich das Jubiläumskomitee zusammen, wertete die Feierlichkeiten aus und beschloss außerdem, ab 1977 jährlich eine Feier zu Ehren der Pioniere und zum Gedenken an die schwere Ansiedlungszeit im Chaco zu veranstalten.
Im Protokoll des Jubiläumskomitees vom 15. März 1978 heißt es dazu: Von den Gemeindevorständen Nord- und Süd-Mennos und auch von der Kolonieverwaltung ist vorgeschlagen worden, unsern Jubiläumstag “50 Jahre Kolonie Menno - 1927/77”, den wir am 25. Juni 1977 feierlich begingen, auch weiter als einen Tag feierlichen für den Zweck geschichtlichen Gedenkens und Dankens zu begehen.
Den Vorschlag legte man der Kolonieverwaltung vor, welche ihn am 3. Mai 1978 auf der Kolonie-Bürgerversammlung von Menno vorstellte. Auf der Versammlung wurde dann der 25. Juni als Gedenktag bestimmt, der jährlich gefeiert werden sollte. Zu den Inhalten gehören vor allem Gedenk- und Dankgottesdienste, aber auch Besuche von geschichtlichen Orten und kulturelle Programme mit Theateraufführungen, Sketchen und Musik und Gesang.
Uwe S. Friesen

   
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