Lexikon der Mennoniten in Paraguay - Neufeld, Hans
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Neufeld, Hans

Hans Neufeld (1913 - 2000), in >Paraguay als Juan Neufeld oder einfach als Don Juan bekannt, wurde am 18. Februar 1913 im Dorf Nikolajewka, Kolonie Ignatjewo, Ukraine, geboren. Seine Eltern besaßen einen großen landwirtschaftlichen Betrieb. An der >Flucht über Moskau 1929 nach Paraguay nahm auch die Neufeld-Familie teil. Die Neufelds gehörten zu den Mitbegründern der >Kolonie >Fernheim.
In die Strömung der >deutsch-völkischen Bewegung in Fernheim wurde auch Hans Neufeld als Jugendlicher stark hineingezogen. Darüber hat er später eine kleine Schrift verfasst: Affaire Dr. Fritz >Kliewer in Fernheim 1940 - 1944: “Wie es war”, Asunción, Paraguay, 1988.
Im Jahre 1947 heiratete Hans Neufeld in >Friesland Johanna Wieler. 1948 zog das Ehepaar nach Asunción. Er trat in den Dienst des >MCC und, da er die spanische Sprache beherrschte, war er besonders behilflich bei der Beschaffung von Dokumenten und bei der Auswanderung vieler Mennoniten nach Deutschland und Kanada. 1953 gründete er sein eigenes Reisebüro >Menno Travel. Hunderten Mennoniten hat er Ausreisepapiere verschafft und vielen die Überseeflüge finanziert. Man prägte den humorvollen Ausdruck: Onkel Niefeld beoabeit onns en halpt onns dann äwa (Onkel Neufeld bearbeitet uns und hilft uns dann hinüber). Am Aufbau der mennonitischen Gemeinschaft in Asunción beteiligte er sich von Anfang an. Er starb in Asunción am 7. Mai 2000.
Gerhard Ratzlaff
Franz E. und Elfriede Eitzen: Mennoblatt 71 (2000) 11, S. 10-11.

   
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