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Pirizal

Pirizal (Piri: Stroh, Gras, -zal: Endung, die angibt, dass die Umgebung mit der entsprechenden Pflanze bewachsen ist) heißt eine Ortschaft im zentralen >Chaco, die ca. 100 km südwestlich vom Zentrum der >Kolonie >Neuland liegt. Den Neuländern ist diese Ortschaft durch ihre Unterstützung beim Aufbau einer Gemeinde, einer Schule und durch die Nachbarschaftshilfe bekannt. Im Zentrum dieser Ortschaft wohnen etwa 30 Familien, die größtenteils von der Arbeit in den umliegenden Viehbetrieben leben.
Seit mehr als 15 Jahren hat die >Mennonitengemeinde in Neuland hier eine Missionsarbeit aufgebaut und 15 km südlich von Pirizal ein Zentrum errichtet, zu dem eine Kirche, eine Primarschule und ein Internat für ca. 60 Schüler gehören. Die Kosten werden größtenteils von der Mennonitengemeinde in Neuland getragen.
Während es bei der Missionsarbeit hauptsächlich um die Bewohner im Zentrum von Pirizal und deren Umgebung geht, wo etwa 70 Familien leben, erstreckt sich die wirtschaftliche Beratung auf weitere 60 Familien, die in Virgen del Rosario wohnen. Diese Familien sind größtenteils katholisch.
Parallel zur Missionsarbeit wurde von der Kooperative Neuland ein Wirtschaftsprogramm begonnen, das mittlerweile 130 Familien zu Gute kommt. Mit Unterstützung der Stiftung AVINA aus der Schweiz und der Departamentsregierung von Boquerón bietet die Kooperative Neuland diesen Bewohnern finanzielle Hilfe an und berät sie bei der Vermarktung ihrer Erzeugnisse aus der Landwirtschaft und Viehzucht. Die Absicht dabei ist, ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten und auf diese Weise ihren Lebensstandard zu heben. Durch die Gründung einer Genossenschaft sollen die Bewohner dieser Gegend lernen, Eigenverantwortung in einer gemeinschaftlichen Arbeit zu übernehmen. (>Nachbarschaftshilfe)
Willy Franz

   
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