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Servicio Agropecuario

Servicio Agropecuario (SAP) heißt der Beratungsdienst der drei mennonitischen Kolonien im >Chaco mit Sitz in >Loma Plata, gegründet 1974 unter maßgeblicher Begleitung von Robert G. >Unruh.
Das Ziel des SAP war, landwirtschaftliche Daten und Informationsmaterial durch den Einsatz von einem Laboratorium und einer Versuchsstation zu sammeln und dieses Material für Fortbildungsdienste zwecks Verbesserung und Förderung der landwirtschaftlichen Produktion im zentralen Chacogebiet einzusetzen.
Als Zielgruppe galten die Bauern und Viehzüchter der Kolonien Menno, Fernheim, Neuland und die Indianersiedlungen. Dieser Dienst sollte direkte Beratung, Bauerntage und Radioprogramme umfassen. Die Träger des SAP waren die drei Chacokolonien, die sich nach folgendem prozentualen Verhältnis daran beteiligten: >Menno 50%, >Fernheim 35% und >Neuland 15%. Den Verwaltungsrat bildeten die drei >Oberschulzen der Chacokolonien. Die interne Verwaltung des Büros wurde zunächst von zwei Personen geführt. Der Beratungsdienst selbst, die eigentliche Funktion des SAP, bestand aus zwei Abteilungen: Die Bereiche Landwirtschaft und Tierernährung waren Agronom Robert Unruh unterstellt und die Bereiche Veterinärmedizin und Tierzucht Dr. Rudolf Kaethler. Diese beiden Abteilungen ergänzten sich gegenseitig. (Über den weitreichenden Dienst des SAP siehe: Kaethler im Mennoblatt vom 16. März 1974).
Die Anforderungen von Seiten der Landwirtschaft und Viehzucht waren groß, und daher wuchs der Arbeitsbereich enorm. Im Jahre 1981 beschäftigte der SAP 21 Personen in folgenden Bereichen: zwei im SAP-Büro, fünf Agronomen, fünf Tierärzte, vier Paratechniker, zwei Sekretärinnen und vier unter “sonstiges Personal”. Im Jahre 1983 wurde die Gesamtzahl des Personals schon mit 29 angegeben.
Unter dem gezielten Einsatz des SAP für die Landwirtschaft und Viehzucht im zentralen Chaco machte die Entwicklung erfreuliche Fortschritte. Die Landwirtschaft wurde unter der fachmännischen Beratung von mehreren geschulten Agronomen mechanisiert, das Vieh genetisch verbessert und die Milchproduktion im großen Rahmen eingeführt. SAP als interkoloniale Institution wurde 1992 geschlossen. Die Arbeit wurde danach von jeder Kolonie separat verrichtet, da mittlerweile jede ihre eigenen Fachkräfte hatte und eine eigene Wirtschaftsausrichtung entwickelte.
Gerhard Ratzlaff
Ratzlaff, Gerhard: Robert und Myrtle Unruh: Dienst an der Gemeinschaft mit nachhaltiger Wirkung. Asunción, Paraguay, 2007 S. 147-150.

   
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