Jahresberichte
Auf den Jahresversammlungen präsentiert der Vorsitzende des Vereins für Geschichte und Kultur der Mennoniten in Paraguay einen Bericht, in dem er Bezug auf die verrichteten Aktivitäten nimmt und eine Vorschau auf das nächste Jahr gibt. Jahresberichte vom Vorsitzenden des Vereins für Geschichte und Kultur der Mennoniten in Paraguay

2008 - Jakob Warkentin

1. Einleitung
Das Jahr 2008 stand im Zeichen der Vorbereitung auf die Mennonitische Weltkonferenz, die im Juli dieses Jahres in Asunción stattfinden soll. Die Arbeitsgruppe Lexikon hat unter der Leitung von Gerhard Ratzlaff das Lexikon der Mennoniten in Paraguay größtenteils fertig gestellt. Zur Arbeitsgruppe gehören: Gerhard Ratzlaff (Asunción) Vorsitzender, Gundolf Niebuhr (Fernheim) Sekretär, Lily August (Fernheim), Uwe S. Friesen (Menno), Hans Theodor Regier (Friesland), Beate Penner (Friesland) und Jakob Warkentin (Neuland). Viele Mitarbeiter wurden für dieses Werk herangezogen, was für die Arbeitsgruppe eine Menge Redaktionsarbeit mit sich brachte. Die Korrekturen wurden von Lily August und Michael Rudolph gewissenhaft durchgeführt. Das Lexikon soll unter der Verantwortung von Uwe S. Friesen in der Imprenta Friesen zum Druck vorbereitet werden. Allen diesen Mitarbeitern sagen wir vom Verein für Geschichte und Kultur der Mennoniten in Paraguay, der der Herausgeber dieses Lexikons ist, herzlichen Dank.
Auch unser 9. Jahrbuch wurde im Blick auf die Mennonitische Weltkonferen konzipiert, indem mennonitische Glaubensinhalte in Vergangenheit und Gegenwart zur Sprache gebracht werden. Eine gute Vorbereitung auf diese Weltkonferenz ist das von Alfred Neufeld verfasste Buch: „Was wir gemeinsam glauben. Täuferisch-mennonitsiche Überzeugungen“. Auch im Ausland ist Paraguay nun in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt. So hat Erwin Boschmann einen Reiseführer in englischer Sprache mit dem Titel: „Paraguay. A Tour Guide With Special Emphasis on the Mennonites“ publiziert und Edgar Stoesz hat sein Buch über die Mennoniten in Paraguay erweitert und neu herausgegeben.
Als Geschichtsverein sollten wir diese Gelegenheit nutzen, das Interesse für die Geschichte der Mennoniten zu wecken und zu fördern. Wir haben ein reichhaltiges historisches Erbe, das uns doch manche Anregungen geben kann für unser gegenwärtiges und zukünftiges Leben in Paraguay. Wir sollten uns auch darum bemühen, mehr Mitglieder für den Verein zu werben. Ich denke, dass unser Verein durch die Jahrbücher und die Symposien in unserer mennonitischen Gesellschaft in Paraguay durchaus etabliert ist. Ich vermisse aber immer noch viele Lehrer und Prediger, die meines Erachtens von der Mitarbeit im Verein durchaus profitieren könnten, und der Verein selbst könnte die Mitwirkung von Lehrern und Predigern gut gebrauchen.

2. Arbeitsbericht
Da mehrere Mitglieder des Vorstandes gleichzeitig auch Mitglieder der Arbeitsgruppe Lexikon waren, konnten manche auftauchenden Fragen durch persönliche Kontakte anlässlich der Sitzungen der Lexikongruppe geklärt werden. Wir sind daher im Laufe des Jahres 2008 nur einmal zu einer ordentlichen Vorstandssitzung zusammen gekommen. Dabei kamen folgende Punkte zur Sprache:
a) Jakob Warkentin berichtete von seiner Teilnahme an der Jubiläumsfeier des Mennonitischen Geschichtsvereins in Deutschland, der nun bereits seit 75 Jahren besteht. Ein Hauptthema auf dieser Tagung war die Neubearbeitung des Mennonitischen Lexikons, das bereits 1913 begonnen wurde und 1967 mit dem vierten Band beendet werden konnte. Das hat zur Folge, dass viele Artikel nicht mehr dem neuesten Forschungsstand entsprechen. Es wurde daher überlegt, ob man wie bei der Mennonite Encyclopedia ebenfalls einen fünften Band herausgibt, eine völlige Neubearbeitung der Artikel vornimmt oder vielleicht sogar eine neue Taschenbuchausgabe herausgibt. Prof. Dr. Hans-Jürgen Goertz ist der Verantwortliche Leiter dieser Arbeitsgruppe.
b) Der Vorsitzende des Geschichtsvereins richtete in einem Schreiben an Alfred Neufeld und Ernst Weichselberger einen Brief, in dem er die Bereitschaft des Vereins bekundete, an einem Historikertreffen auf der Menmnonitischen Weltkonferenz in Asunción nach Möglichkeit mitzuwirken. Dabei machte er folgende Vorschläge:
1. Vom Verein für Geschichte und Kultur der Mennoniten in Paraguay würden wir es begrüßen, wenn es auf der nächsten Mennonitischen Weltkonferenz in Asunción zu einem Historikertreffen kommen könnte.
2. Der Mennonitische Geschichtsverein in Paraguay wäre bereit, bei der Organisierung und Durchführung dieses Treffens nach Möglichkeit mitzuwirken.
3. Die Planung und Durchführung eines Historikertreffens sollte jedoch von erfahrenen Akademikern aus dem Ausland gemacht werden, die bereits an vorhergehenden Historikertreffen auf einer Weltkonferenz teilgenommen haben.
4. Das Treffen sollte/könnte an einem halben Tag während der Weltkonferenz in Asunción stattfinden.
5. Ziel des Historikertreffens sollte es sein, die mennonitischen Historiker aus den verschiedenen Ländern miteinander bekannt zu machen und ihnen Gelegenheit zu geben, sich gegenseitig über relevante Forschungsprojekte und neue Veröffentlichungen zu informieren und anstehende Fragen zu diskutieren.
6. Auf dem Programm könnten zwei Referate zu relevanten Themen gehalten und diskutiert sowie Forschungsprojekte aus den verschiedenen Ländern kurz präsentiert werden.
7. Ein längeres Historikertreffen, eventuell auch an einem anderen Ort, würde mit anderen Programmen bzw. mit den Tourismusfahrten kollidieren und auch zu Problemen bei Unterbringung und Verpflegung führen.
Über die weiteren Planungen hinsichtlich des Historikertreffens werde ich später berichten.
c. Ein Höhepunkt im Laufe dieses Jahres waren sicherlich die Vorträge von Helmut Isaak aus Kanada über seine neuen Forschungen über Menno Simons. Er hielt mehrere Vorträge in Asunción, in Friesland, in Fernheim, in Nordmenno, in Südmenno und in Neuland. Zwei dieser Vorträge waren: „Die politische Theologie Mennos“ und „Die Lehre von der Gemeinde ohne Flecken und Runzeln. Das neue Jerusalem, das schon mitten unter uns ist.“ Außerdem hielt er in Friesland und in Nordmenno jeweils eine Predigt im Stil von Menno Simons. Die Vorträge waren interessant und informativ und trugen dazu bei, das Mennobild einmal neu zu überprüfen.
d) Das Jahrbuch des Vereins für Geschichte und Kultur der Mennoniten in Paraguay 2008 ist dieses Mal etwas spät herausgekommen. Wir hatten Mühe, alle Aufsätze rechtzeitig zu erhalten. Nun ist es aber doch ein inhaltsreiches und lesenswertes Buch geworden. Wir freuen uns auch, dass wir Beiträge für den kulturellen Teil bekommen konnten. Leider ist uns da ein Fehler unterlaufen. Das fiktive Tagebuch ist nicht von Jacob Reimer, sondern von Henry Reimer geschrieben worden. Das bitten wir zu entschuldigen. Im nächsten Jahrbuch werden wir das berichtigen.
e) Im Mai waren auch mennonitische Besucher aus Sibirien im Chaco. Sie haben einige Vorträge gehalten und zahlreiche Gespräche geführt. Möglicherweise wird ein mennonitischer Vertreter aus Sibirien auch einen Vortrag beim Historikertreffen auf der Weltkonferenz halten.
Zum Schluss bedanke ich mich für die Mitarbeit im Geschichtsverein, vor allem beim Vorstand und bei der Arbeitsgruppe Lexikon sowie bei den Autoren der Beiträge im Jahrbuch 2008. Im Zusammenhang mit der Mennonitischen Weltkonferenz in Asunción wird es in diesem Jahr genügend Gelegenheit geben mit Historikern und historisch interessierten Personen aus aller Welt Kontakt aufzunehmen. Ich hoffe, dass viele unserer Mitglieder an der Weltkonferenz teilnehmen und die Gelegenheit nutzen werden, um ihr Bild über die weltweite Bruderschaft der Mennoniten überarbeiten und erweitern zu können.


2009 - Jacob Warkrentin

1. Einleitung
Das Jahr 2009 wird uns allen als das Jahr der Mennonitischen Weltkonferenz in Asunción in Erinnerung bleiben. Viele Personen waren an der Vorbereitung und Duchführung dieses einmaligen Treffens von Mennoniten aus aller Welt beteiligt.
Erfreulich war, dass die Hilfsbereitschaft von Jung und Alt so groß war, so dass die Organisation des ganzen Programms trotz der Gefahren der Schweinegrippe reibungslos bewältigt werden konnte.
Zu fragen ist nun: Was bleibt? Hat dieses große Ereignis unser Geschichtsbewusstsein und unser Glaubensverständnis geweckt, vertieft und verstärkt? Gewiss, der mennonitische Horizont ist durch die vielen Begegnungen, die vielen Veranstaltungen und die gemeinsamen Aktivitäten erweitert worden. Nicht nur die verschiedenen Hautfarben, sondern auch die unterschiedlichen Programme sorgten für ein farbenfrohes Beisammensein. Das Angebot zur Teilnahme war groß und vielfältig. Und die gemeinsamen Veranstaltungen mit Gesang und Bibelarbeit vereinten die zahlreichen kleineren Arbeitsgruppen. Im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen fehlten die wegweisenden theologisch-philosophischen tief schürfenden Vorträge. Aber der interessierte und aufgeschlossene durchschnittliche Teilnehmer kam auf seine Kosten.
Hoffen wir, dass das Verständnis für die eigene Geschichte gefördert worden ist. Es ist notwendig, dass wir wissen, woher wir kommen, damit wir verstehen, wo wir stehen und wohin wir gehen wollen. Wir stehen in der Gefahr, uns zu sehr auf die materiellen Dinge zu konzentrieren und dabei die geistigen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Auf die Dauer ist das gefährlich. Materieller Wohlstand darf nicht zu einem geistigen Notstand führen. Materielle und geistige Güter sollten in einem ausgewogenen Verhältnis zu einander stehen. Der Geschichtsverein ist bemüht, die geistige Förderung zu unterstützen.

2. Arbeitsbericht
2. 1 Sitzungen des Vorstands
Im Laufe des Jahres 2009 ist der Vorstand des Geschichtsvereins zu drei Sitzungen zusammen gekommen. Die erste Sitzung fand kurz vor der Jahresversammlung am 31. Januar 2009 statt. Themen dieser Sitzung waren vor allem die Fertigstellung des Lexikons der Mennoniten in Paraguay, die Finanzierung der Drucklegung, die Planung des Historikertreffens auf der Mennonitischen Weltkonferenz, das Jahrbuch und der Büchertisch auf der MWK: Für den Verkauf des Jahrbuchs wurde der Preis von 25.000 Grs. auf 35.000 Grs. angehoben. Das ist immer noch ein niedriger Preis, aber wir hoffen, dass wir dadurch mehr Käufer gewinnen können.
Auf der zweiten Sitzung am 15.6.2009 wurde beschlossen, dass von Peter P. Klassens Roman „Elisabeth“ 1.000 Exemplare gedruckt werden sollten. Der Geschichtsverein gibt dieses Buch heraus und muss daher auch für die Druckkosten aufkommen. Durch den Verkauf der Bücher sollen die Druckkosten wieder erstattet werden. Der Gewinn geht dann an den Autor.
Da der Geschichtsverein ein staatlich anerkannter Verein ist, müssen die Protokolle der Vorstandssitzungen und der Jahresversammlungen auch in Spanisch übersetzt und in ein Protokollbuch geschrieben werden. Das soll möglichst bald veranlasst werden.
Uwe Friesen wird auf der MWK ca. 60 Bücher von und über die Mennoniten in Paraguay an einem Büchertisch zum Verkauf anbieten. Beate Penner und andere Helfer sollen ihn dabei unterstützen.
Beim Historikertreffen soll ein Bericht über die Forschungsarbeiten der Mennoniten in Paraguay gegeben werden. Der Berichterstatter muss noch seine Zustimmung geben.
Kornie Neufeld, der eine Ausstellung mit Dr. Katharina Neufeld über den Sowjetterror in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Filadelfia geplant hat, hat den Geschichtsvereins um Mithilfe gebeten.
Die dritte Sitzung fand am 10.12.2009 statt. Uwe Friesen berichtet vom Bücherverkauf der MWK. Trotz dem großen Angebot wurden nur relativ wenige Bücher verkauft. Aber viele Interessenten haben sich die Bücher angesehen.
Für die Zukunft muss die Copyrightfrage geklärt werden, wenn der Geschichtsverein die Drucklegung der Bücher von Privatpersonen finanziert.
In Deutschland wird an einem Ergänzungsband des Mennonitischen Lexikons gearbeitet. Prof. Hans-Jürgen Goertz ist dafür verantwortlich. Er hat nun unseren Geschichtsverein gebeten, einige Kurzbiographien des Lexikons der Mennoniten in Paraguay übernehmen zu dürfen. Die Erlaubnis dazu wurde vom Vorstand erteilt.
Das Symposium 2010 wird geplant. Es soll am 7./8. Mai 2010 in Loma Plata stattfinden und das Thema „Frieden“ zum Inhalt haben. Einige Referenten haben bereits zugesagt.
Jakob Warkentin berichtet von einer Reise nach Nordamerika. Er war vom Historischen Verein der Mennoniten in B. C. zu Vorträgen in Abbotsford eingeladen worden.
Uwe Friesen teilt dem Vorstand mit, dass sich eine Arbeitsgruppe bei TV-Chaqueńo gebildet hat, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Sendungen zur Geschichte für die Ausstrahlung zu erarbeiten. Die Gruppe hat sich schon zusammengesetzt. Nun müssen noch Sponsoren gefunden werden.


2.2 Anregungen und Rückblick
Dies ist eine gute Initiative, denn das Geschichtsbewusstsein, besonders unter der jüngeren Generation, ist nur schwach ausgeprägt. In Schulen und in der Jugendarbeit sollten Schritte unternommen werden, damit das Interesse für Geschichte geweckt und gefördert wird. Dazu muss man sich methodisch-didaktisch etwas einfallen lassen. In unseren Kolonien haben wir Archive und Bibliotheken, die bei Schülerarbeiten genutzt werden sollten. Hausarbeiten mit Themen zur Mennonitengeschichte könnten geschrieben werden. Wichtig ist, dass junge Menschen ältere Zeitschriften und Bücher in die Hände bekommen mit dem Ziel, Antworten auf die Fragen ihrer Arbeit zu finden. Lehrer, die selber Interesse an der Geschichte der Mennoniten haben und sich ständig weiterbilden, haben bessere Chancen, auch Schüler für Geschichtsarbeiten zu motivieren.
Ich selbst schreibe zur Zeit ein Buch über die Arbeit von Peter und Elfrieda Dyck, die den größten Teil ihres Lebens im Auftrag des MCC gearbeitet haben. Obwohl mir vieles von ihrem Leben bekannt war, entdecke ich immer wieder neue Aspekte ihres Dienstes. Und durch ihre Arbeit lerne ich eine Menge Mennonitengeschichte. Als ich im Tagebuch des Urgroßvaters immer wieder Einträge wie diese fand: trocken, sehr trocken, Heuschreckenplage, Missernten, Schwierigkeiten mit den Arbeitern usw. da dachte ich unwillkürlich an die Ansiedlung im Chaco und kam zu dem Schluss, dass sich die Anfangsjahre einer Neusiedlung doch sehr gleichen. Denn Peter Dycks Urgroßvater bezog sich in seinen Aufzeichnungen auf die Siedlung „Am Trakt“ die zur Wolgarepublik gehörte.
Ich möchte allen an der Geschichte Interessierten Mut machen zu lesen, zu lesen!! Denn Appetit kommt mit dem Essen. Beim Lesen sollte man sich jedoch nicht allein auf die Mennonitengeschichte beschränken, sondern sich auch als Grenzgänger betätigen. In letzter Zeit habe ich zwei Bücher gelesen, die mir geholfen haben, die Situation der Mennoniten in der Sowjetunion in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts besser zu verstehen. Das eine Buch hat Karl Schlögel geschrieben und trägt den Titel „Terror und Traum. Moskau 1937.“ Carl Hanser Verlag , München 2008. Es behandelt die schreckliche Zeit der Verfolgung in den Jahren 1937/ 38, wo nicht nur viele Mennoniten verhaftet, erschossen oder in Gefängnissen und Arbeitslagern gesteckt wurden, sondern auch Millionen Sowjetbürger, darunter viele Kommunisten, das gleiche Schicksal erleiden mussten. Das andere Buch ist: Orlando Figes: Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland. Berlin Verlag 2008. Hier wird geschildert, wie eine ganze Nation hauptsächlich im Flüsterton miteinander sprach, um ja nicht Verdacht zu erregen. Bücher dieser Art helfen uns, die Situation unserer Vorfahren besser zu verstehen. Sie mindern nicht ihr Leiden, relativieren es jedoch, indem sie es in einen historischen Kontext stellen und sie so zu Mitleidenden machen.
Unser Geschichtsverein wurde am 3. Dezember 1999 gegründet. Seit dem Jahr 2000 haben wir jährlich ein Jahrbuch herausgegeben. Vier Symposien haben wir veranstaltet: 2001 mit dem Thema „Mennonitische Identität zwischen Selbstbild und Fremdbild“; 2002 mit dem Thema „Zur Geschichte der kanadischen Mennoniten in Paraguay“; 2004 mit dem Thema „Politik, Privilegiertheit und Friedenszeugnis im mennonitischen Erbe“; 2007 „Mennoniten und Literatur“. Und in diesem Jahr wollen wir ein Symposium mit dem Thema „Dass Friedenszeugnis der Mennoniten“ durchführen. Wir konnten jeweils qualifizierte Referenten gewinnen, zweimal sogar aus dem Ausland.
Die Stärke unseres Geschichtsvereins ist, dass im Vorstand und auch im Verein mehrere Generationen vertreten sind. Unser Geschichtsverein ist also kein Altenverein und hat daher gute Überlebenschancen. Es ist aber ratsam, dass die Alten selber erkennen, wann sie den Stab an jüngere Nachfolger übergeben. Da ich der älteste in unserem Vorstand bin, habe ich mich entschieden, mit dem nächsten Jahr meinen Abschied als Vorstandsmitglied zu nehmen. Wir wollten uns daher schon jetzt Gedanken machen, wer an meine Stelle treten könnte. Für die Kontinuität wäre es gut, wenn die übrigen Mitglieder ihre Arbeit im Vorstand noch fortsetzen würden.
Meinen Mitarbeitern im Vorstand und im Verein danke ich für ihre Bereitwilligkeit Arbeiten verschiedenster Art für den Geschichtsverein zu übernehmen. Und ich denke wir können mutig in die Zukunft schauen und voller Dankbarkeit auf die vergangenen Jahre zurückblicken.