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Altenheime in Menno

(Eben-Ezer in >Loma Plata, Shalom in >Lolita, Hogar de Ancianos in >Paratodo)
Das Wohnheim Eben-Ezer in Loma Plata wurde Anfang der 1960er Jahre durch freiwillige Spenden und zum großen Teil auch durch freiwillige Arbeit aufgebaut. Die Initiative für den Bau des Altenheims ging sowohl vom Gemeindevorstand als auch von einzelnen Gemeindegliedern in Menno aus. Nicht alle Bürger bzw. Gemeindeglieder machten hier mit, da es vielen an Einsicht für die Einrichtung eines Altenheimes fehlte, weil sie hierin einen modernen Trend sahen, der zur Verweltlichung der Gemeinde führen würde. Aber diese ängstlichen Leute wurden mit der Zeit immer weniger, zumal sie sich schon an das vorher unter Kritik aufgebaute Krankenhaus gewöhnt hatten und die meisten dieses in Krankheitsfällen sogar schon gerne in Anspruch nahmen.
Arbeitslöhne wurden von freiwilligen Spenden bezahlt. Holz und Lehmziegel wurden zu Hause von den Bürgern vorbereitet und zum Bauplatz gebracht. Andere holten Quebrachostämme aus dem Busch und brachten diese zum Sägewerk, wo Bauholz zugeschnitten wurde. Das Sägegeld musste von der dazu gegründeten Kasse bezahlt werden.
Das Altenheim wurde am 7. März 1965 eingeweiht. Cornelius T. und Anna Sawatzky waren ab dem 1. April 1965 die ersten Hauseltern, als die ersten drei Insassen einzogen: Witwe David K. Fehr, Witwe Johann J. Töws und Witwer Heinrich H. Friesen. Frau Susanna Töws, (Joh. J.) hat am längsten im Altenheim in Loma Plata gewohnt. Sie war noch eine jüngere Witwe, als sie gelähmt ins Altenheim aufgenommen wurde, wo sie dann nach 28 Jahren starb.
1993 und 1994 wurde ein weiterer Teil des Altenheims und ein Pflegeheim dazu aufgebaut. Dieses Gebäude nimmt eine Fläche von 2.200 m2 ein und bietet Platz für etwas über 40 Insassen. Es hat komfortable Einrichtungen wie Schlaf- und Wohnräume, Speisesaal, eine Station für das Pflegepersonal mit Intensivstation sowie eine Lautsprecheranlage für Musik und Andachten. Nachdem der Neubau mit dem Pflegeheim 1994 fertig war, zogen am 31. Januar 1995 die ersten Bewohner ins Pflegeheim. Die Einweihung des Pflegeheims und des neuen Altenheims fand am 9. Februar 1996 statt, wozu viele Bürger Mennos und auch der damalige Staatspräsident Ing. Juan Carlos Wasmosy erschienen waren.
Das Altenheim ist ständig voll belegt. Da die Finanzierung solcher Bauten aus Gemeinschaftskassen immer schwieriger wird, bezahlt man Erweiterungsbauten folgendermaßen: Die Wohnungen in einem Häuserblock werden im Voraus von Interessenten bezahlt und das Sozialkomitee führt die Bauten auf. Wird eine Wohnung von dem ersten Eigentümer nicht mehr gebraucht, so kann sie weiter verkauft werden.
Am 25. Januar 1989 wurde der Grundstein für den Bau eines Altenheims in >Paratodo, >Südmenno, gelegt. Die Gemeinde besaß bei der Kirche einen Landkomplex, auf dem schon 4 Häuser für alte Leute gebaut und auch schon bezogen worden waren. Der Altenheimbau musste inzwischen gestoppt werden, weil es an Geld dazu mangelte. Im Jahre 1994 wurde das Altenheim in Betrieb genommen. Später ist es dann an das Sozialamt der >Kolonie Menno übergeben worden.
In >Lolita wurde im Jahre 2001 mit dem Bau des Altenheims bzw. Wohnheimes Schalom angefangen, und im April 2002 wurde es in Betrieb genommen. Das ganze Gebäude hat 6 Doppelzimmer und 6 Zimmer für Einzelpersonen. Die Einrichtungen entsprechen denen der andern Altenheime.
Uwe S. Friesen
Cornelius C. F. Wiebe: Menno informiert 20 (2007) 5, S. 18-19; Cornelius C.F. Wiebe: Menno informiert 20 (2007) 6, S. 10-11.

   
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