Lexikon der Mennoniten in Paraguay - Familie
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Familie

Familie ist die Gemeinschaft von verheirateten Erwachsenen (Eltern) mit Kindern bzw. Jugendlichen, die dort erzogen werden. Familien zeichnen sich dadurch aus, dass Eltern für Kinder und Kinder für Eltern Verantwortung übernehmen: Erziehungs- und Bildungsverantwortung, Pflege- und Versorgungsverantwortung sowie die Verantwortung für ein gelingendes Zusammenleben.
Unter den Mennoniten wird die Familie allgemein als sehr wichtig bewertet. Die Familie ist der Platz, wo das heranwachsende Kind Liebe, Geborgenheit, Schutz und den Boden für das Gedeihen der Persönlichkeitsentwicklung bekommt. Früher waren mennonitische Familien grundsätzlich kinderreich, durchschnittlich hatten sie 6 - 12 Kinder, was in den traditionelleren Siedlungen bis heute noch der Fall ist. In den fortschrittlicheren >Kolonien haben die Familien heutzutage durchschnittlich nicht mehr als 3 Kinder.
In mennonitischen Kreisen spielen Familienfeste eine wichtige Rolle. Es ist ein Zusammenkommen der Angehörigen im Familien- und Verwandtenkreis. Allgemein trifft man sich zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Bei diesen Familienfesten geht es unter anderem um das lockere Beieinandersein, geistliche Erbauung wie auch um das gemeinsame Essen und Feiern.
Mika Friesen
Stichwort “Familie” in: Christian Hege u. Christian Neff: Mennonitisches Lexikon. Erster Band. Frankfurt am Main und Weierhof [Selbstverlag] 1913, S. 628-632.

   
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