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Familiennamen

Die deutschsprachigen Mennoniten tragen eine relativ eingeschränkte und dafür typische Auswahl von Familiennamen, die zum großen Teil Zeugnis ihrer Herkunft aus den Niederlanden, dem unteren Rheingebiet bzw. aus Ostpreußen und Polen sind.
Typisch für die Niederlande und Norddeutschland sind Namen wie Dyck (vom Deich) oder gar Teichgraef (der Deichgraf, der Deichaufseher) und die verschiedenen Nachnamen mit der Endsilbe „-sen“, also „Sohn“ wie Derksen, Klassen, Thiessen, Janzen, Knelsen (Sohn von Dietrich, Nikolaus, Matthias, Johann/Jan, Cornelius) oder diese Endung noch einmal verkürzt auf „s“ wie Pauls, Peters, Martens, Willms oder Simons bzw. Siemens. Darüber hinaus zählt Horst Penner u. a. folgende Namen zu denen niederländischer bzw. norddeutscher Herkunft: Enns, Epp, Fast, Quiring, Regier, Wiebe und Wiens. Aus anderen Teilen Deutschlands kommen Namen wie Balzer (Oberbaden), Penner (Baden), Rempel (Oberschlesien), Unruh/Unrau (Niederschlesien),Walde (Schlesien), Warkentin (Mecklenburg); aus der Schweiz Berg/Barg, Funk, Vogt/Foth, Wieler. In Preußen und angrenzenden Gebieten haben folgende Namen ihren Ursprung: Harder, Ratzlaff, Sawatzky, Schapanski.
Michael Rudolph
Horst Penner: Weltweite Bruderschaft: Ein mennonitisches Geschichtsbuch. 5. überarbeitete und erweiterte Auflage, Horst Gerlach im Selbstverlag, Weierhof 1995. Gerhard Ratzlaff: Ein Leib –viele Glieder. Die mennonitischen Gemeinden in Paraguay, Asunión 2001.

   
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